Kurden in Deutschland
Über 500.000
Kurdinnen und Kurden leben zur Zeit in der Bundesrepublik
Deutschland und bilden damit die viertgrößte nichtdeutsche
Volksgruppe hier. Der größte Teil kam im Zuge der Anwerbung
von Arbeitnehmern sowie im Rahmen der Familienzusammenführung
in den 60er und 70er Jahren aus der Türkei nach Deutschland.
In den 80er Jahren kamen viele kurdische Flüchtlinge zunächst
aufgrund des Militärputsches aus der Türkei, danach während
des 2. Golfkrieges aus dem Irak. Auch Kurdinnen und Kurden
aus dem Iran und aus Syrien suchen wegen massiver politischer
Verfolgung Schutz in Deutschland.
Kurden sind
in Deutschland nicht als eigene Volksgruppe anerkannt. Dadurch
gibt es lediglich demographische Schätzungen statt genauer
Statistiken. Wesentlich gravierender ist für Kurden eine andere
Konsequenz aus der fehlenden Anerkennung als eigene Volksgruppe:
die Rechte, die anderen Migrantengruppen aus Anwerbeländern
gewährt werden, wie beispielsweise muttersprachlicher Ergänzungsunterricht
in Schulen, soziale Betreuung in der Muttersprache, Radio-
und Fernsehsendungen in der Muttersprache, bleiben der zweitgrößten
Migrantengruppe - den Kurden - vorenthalten.
Das
Selbstverständnis von
KOMKAR
KOMKAR ist
überparteilich, gewaltfrei, demokratisch, religiös und sozial
tolerant. Sie versteht sich nicht als eine kurdische Exilorganisation,
sondern als eine Organisation kurdischer MigrantInnen in Deutschland,
die überwiegend aus dem türkischen Teil Kurdistans stammen.
Somit setzt sich KOMKAR seit seiner Gründung im Jahre 1979
für die Rechte der kurdischen Migrantinnen und Migranten in
Deutschland, für ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben
mit Deutschen und anderen Bevölkerungsgruppen, für die Integration
der Kurdinnen und Kurden in die hiesige Gesellschaft sowie
für Humanität und Völkerverständigung auf der Grundlage der
allgemeinen Menschenrechte ein.
KOMKAR versteht
sich als eine der Organisationen, die die Interessen der in
der Bundesrepublik lebenden KurdInnen vertritt. KOMKAR arbeitet
nicht in Konkurrenz zu anderen bestehenden Organisationen
sondern sieht seine Aufgabe darin, der kurdischen Volksgruppe
in Deutschland eine gesellschaftliche, soziale und politische
Alternative anzubieten.
Organisationsform
und Struktur von KOMKAR
1973 begannen
kurdische ArbeitnehmerInnen sich in Selbsthilfevereinen zusammenzuschließen.
1979 beschlossen 8 dieser Vereine die Gründung einer Dachorganisation
unter dem Namen "Föderation der Arbeitervereine aus Kurdistan".
KOMKAR ist die kurdische Abkürzung des Namens.
Bedingt durch
den Migrationsprozeß hat sich in den folgenden Jahren ein
demographischer Wandel vollzogen. Es waren nicht mehr überwiegend
kurdische Arbeiterinnen und Arbeiter in Deutschland, sondern
mittlerweile eine beträchtliche Anzahl an kurdischen Studentinnen
und Studenten, Intellektuellen, Kulturschaffenden, Selbständigen,
Flüchtlingen und nicht zu vergessen immer mehr Kinder und
Jugendliche der zweiten und dritten Generation, beschlossen
die KOMKAR-Mitglieds-vereine 1992 die Umbenennung in den aktuellen
Verbandsnamen "Verband der Vereine aus Kurdistan". Mittlerweile
haben sich rund 35 eingetragene Vereine, Komitees bzw. Initiativen
KOMKAR angeschlossen, deren Mitgliederzahlen sich zwischen
30 und 200 bewegen. Die Mitgliedsorganisationen der KOMKAR
sind keineswegs ausschließlich rein kurdische Organisationen.
Es sind auch sehr viele deutsch-kurdische Freundschaftsvereine
bei KOMKAR organisiert, in diesen Vereinen arbeiten auch andere
Minderheiten aus der Türkei und selbst Türkinnen und Türken.
Der Wirkungskreis von KOMKAR ist weitaus größer und erstreckt
sich auf 40.000 bis 50.000 Menschen.
Die Mitgliedvereine
und -komitees sind selbständige Einrichtungen mit eigener
Satzung und eigenen Organen. Die Entscheidung über die Zugehörigkeit
zu KOMKAR treffen die Organisationen in eigener Verantwortung
und werden nach Beantragung der Mitgliedschaft aufgenommen,
sofern ihre Arbeit dem selben Selbstverständnis folgt wie
der KOMKAR-Dachverband.
Ziele,
Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte von KOMKAR
Dem
Selbstverständnis folgend basiert die Zielsetzung und die
Arbeit von KOMKAR auf drei Säulen:
1.
Allgemeine Integration und Partizipation
Für die Integration
der KurdInnen in die deutsche Gesellschaft ist die beiderseitige
Bereitschaft dazu unabdingbar. Zum einen müssen die Kurdinnen
und Kurden bereit sein, sich an bestimmte Normen anzupassen
sowie die Sprache und Kultur der Mehrheitsgesellschaft kennenzulernen,
zum anderen muß auf deutscher Seite die Offenheit zum Kennenlernen
und Akzeptieren der kurdischen Kultur vorhanden sein.
Zu diesem Zweck
bieten sowohl KOMKAR, als auch die KOMKAR-Mitgliedsorganisationen
nicht nur ihren Mitgliedern, sondern auch anderen interessierten
Kreisen folgendes an:
* Deutschkurse
* Frauenintegrationskurse
* Jugendarbeit
* Seminare
und Tagungen
- über die
politische Struktur der BRD, das Parteiensystem, Schulsystem,
Gesundheitssystem, Verwaltungssystem etc. in Deutschland
- zum Thema
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und Möglichkeiten der Bekämpfung
dessen
- über Partizipationsmöglichkeiten
am sozialen, gesellschaftlichen sowie politischen Leben
- über die
Europäische Union und Migrationsspezifische Themen
* Kulturelle
und politische Veranstaltungen und Maßnahmen zur Förderung
des friedlichen Miteinanders in einer multikulturellen Gesellschaft
u.a. durch
- "Trialog"-Arbeitskreise
zwischen Kurden, Türken und Deutschen zum Abbau von Feindseligkeiten,
Vorurteilen und Diskriminierungen
- kurdische
Kulturtage zur umfassenden Vermittlung von Informationen über
die kurdische Kultur
* Veranstaltungen
zu tagesaktuellen politischen Themen
Zur Partizipation
gehört auch die aktive Teilhabe am politischen und gesellschaftlichen
Leben. Daher motiviert KOMKAR die KurdInnen, Mitglied in deutschen
Parteien, Gewerkschaften und anderen Organisationen zu werden.
Bezüglich der
gleichberechtigten Integration bzw. Partizipation stellt KOMKAR
folgende Forderungen an die Bundesregierung:
1. Erlaß eines
Einwanderungs- und Antidiskriminierungsgesetzes
2. Das Wahlrecht
für MigrantInnen aus den Drittstaaten
3. Änderung
des Staatsbürgerschaftsrechts und die Einführung von Mehrstaatlichkeit
2.
Interessensvertretung der kurdischen MigrantInnen in Deutschland
Die grundlegende
Forderung von KOMKAR ist die Anerkennung der KurdInnen als
eigenständige Volksgruppe. Dieses eigentlich selbstverständliche
Recht, die Anerkennung der Identität, wird den KurdInnen nicht
nur in der Türkei, sondern auch in der Bundesrepublik Deutschland
vorenthalten. Doch gerade dies ist für KurdInnen, deren bloße
Existenz sogar bis vor einigen Jahren in der Türkei geleugnet
wurde, von besonderer Bedeutung. Ebenso groß wie der Wunsch
der KurdInnen nach Anerkennung als eigene Volksgruppe ist
die Bemühung um die Verhinderung der Anerkennung auf offizieller
türkischer Seite. Der Druck der türkischen Auslandsvertretungen
ist auch in der Bundesrepublik allgegenwärtig.
KurdInnen aus
der Türkei werden in Deutschland als TürkInnen registriert,
weil sie aus dem Anwerbeland Türkei stammen und die türkische
Staatsbürgerschaft haben. Somit werden ihnen die folgenden
elementaren Rechte nicht gewährt:
* muttersprachlicher
Ergänzungsunterricht in Kurdisch an den Schulen
* Sozialberatung
und -betreuung in Kurdisch in Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände
* Radio und
Fernsehsendungen in Kurdisch in öffentlich-rechtlichen Medien
* Anerkennung
von kurdischen Namen in deutschen Standesämtern
Diese vier
Bereiche bilden die Kernforderungen von KOMKAR in ihrer Interessensvertretungspolitik.
Seit seiner Gründung engagiert sich KOMKAR für diese Rechte
und kann bereits Erfolge verzeichnen, auch wenn die Diskriminierung
der Kurden gegenüber anderen Migrantengruppen nicht aufgehoben
ist.
So wird mittlerweile
in Bremen, Niedersachsen sowie in Hamburg kurdischer muttersprachlicher
Ergänzungsunterricht erfolgreich durchgeführt. Dafür werden
in der Regel kurdische Lehrkräfte, die als Türkischlehrer
an der Schule eingestellt sind, offiziell freigestellt. Die
Bestrebung der KOMKAR geht dahin, diese Möglichkeit in allen
Bundesländern durchzusetzen.
Sozialberatung
und -betreuung in kurdischer Sprache wird nach wie vor nicht
in Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände angeboten. Aufgrund
der fehlenden Finanzierung von Fachkräften sind die kurdischen
Vereine auf die ehrenamtliche Arbeit von kurdischen Sozialarbeitern
angewiesen.
Während es
Fernsehsendungen in kurdischer Sprache nicht gibt, gibt es
im Hörfunkbereich bereits auf lokaler und regionaler Ebene
Lockerungen. Am weitesten geht hier der WDR mit seiner wöchentlichen
Sendung in kurdischer Sprache, die vom Landesstudio Dortmund
vorbereitet und ausgestrahlt wird. Diese Sendung wird von
der RIAS-Berlin übernommen und bundesweit ausgestrahlt. Die
Änderung der Struktur der fremdsprachlichen Programme im WDR
läßt hoffen, daß in den kommenden Jahren eine tägliche kurdischsprachige
Sendung möglich sein wird.
Kurdische Namen
werden mittlerweile von deutschen Krankenhäusern und Standesämtern
in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz weitestgehend
akzeptiert. Das Risiko der Ablehnung der kurdischen Namen
durch die türkischen Konsulate nehmen kurdische Eltern gelassen
in Kauf. Dort wird mittelfristig keine Änderung möglich sein.
Die übrigen Bundesländer folgen weiterhin den Vorgaben durch
die türkischen Konsulate und verweigern den Eltern die Registrierung
ihres Kindes unter dem gewünschten kurdischen Namen.
Großen Wert
legt KOMKAR auf die Entfaltung der kurdischen Kultur und Literatur,
weil Kultur nicht nur eine Brücke zur Verständigung mit anderen
Völkern bildet, sondern gleichzeitig auch das wichtigste Element
bei der Pflege und Bewahrung der eigenen Identität ist.
Gerade durch
die Jahrzehnte andauernden Verbote der Sprache und der Kultur
ist bei Kurden ein großer Nachholbedarf in diesem Bereich
vorhanden, weshalb die kulturellen Aktivitäten der KOMKAR
bei den in Deutschland lebenden Kurden großen Anklang finden.
Die traditionellen
Newroz-Feiern stehen jedes Jahr im Mittelpunkt der Aktivitäten
des Verbandes, wobei die Veranstaltungen von KOMKAR immer
friedlich verlaufen sind.
Die Kulturarbeit
wird darüber hinaus durch folgende Aktivitäten durchgeführt:
* Herausgabe
von Büchern, Broschüren, Musik- und Videokassetten in Deutsch,
Türkisch und Kurdisch
* Sprachkurse
in Kurdisch-Deutsch
* Seminare
und Lehrgänge für kurdische PädagogInnen
* Fortbildungen
für FolkloretanzlehrerInnen
* Gründung
und Unterstützung von Folkloretanz-, Musik- und Theatergruppen
* Organisierung
und Durchführung von Kulturveranstaltungen, Dichter- und Autorenlesungen
in kurdischer und deutscher Sprache, Bilderausstellungen etc.
* Aktive Teilnahme
an internationalen Kulturfestivals, Kirchentagen u.ä.
Da diese anspruchsvolle
Arbeit hauptsächlich von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern durchgeführt wird, weil ohne eine finanzielle
Unterstützung Fachkräfte nicht eingestellt werden können,
führt der KOMKAR-Bundesverband auf Bundes- und Regionalebene
Schulungen für die MitarbeiterInnen und für Multiplikatoren
durch.
Zu den Themenbereichen
gehören u.a.:
* Ausländer-
und Asylpolitik in der BRD und im EU-Kontext
* Multikulturelle
Gesellschaft und Integration bzw. Partizipation
* Fremdenfeindlichkeit
und Rassismus
* Situation
und Entwicklungen in der Türkei, in Kurdistan und im Nahen
Osten
* Vereinswesen
und Organisation (dazu gehört auch die Organisierung von Behörden-,
Anwalts- und Arztgängen mit Flüchtlingen sowie kostenlose
Dolmetscherdienste)
3.
Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit für
Kurdistan
Seit der Krieg,
die massiven Menschenrechtsverletzungen an Kurden in Kurdistan
und auch in der Westtürkei, Vertreibung, Dorfzerstörungen
und Verfolgung immer extremere Ausmaße annehmen, kommen vermehrt
kurdische Flüchtlinge nach Deutschland. Selbst wenn durch
die Verschärfung des Ausländerrechts und Aushöhlung des Asylrechts
die Zahl der Flüchtlinge aus Kurdistan etwas abnimmt, muß
in aller Deutlichkeit gesagt werden, daß Flüchtlinge weiterhin
Wege finden werden, um vor den Dorfzerstörungen, der Folter,
den Morden durch "unbekannte Täter", der Vertreibung, dem
Hunger und dem Elend nach Deutschland zu fliehen. Eine tatsächliche
Veränderung würde lediglich die Bekämpfung der Ursachen der
Flucht bringen. Für KOMKAR bedeutet dies die friedliche und
politische Lösung der Kurdenfrage in der Türkei sowie in den
übrigen drei Teilen Kurdistans.
Somit stellt
die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit einen wichtigen Schwerpunkt
der Arbeit von KOMKAR dar.
KOMKAR sieht
es als seine Aufgabe an, in seiner täglichen Arbeit, seiner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, seinen Presseerklärungen
sowie in seinen Publikationen über die Zustände und Entwicklung
in der Heimat realistische Informationen und Kommentare weiterzugeben.
Das Selbstverständnis
des Verbandes basiert auf dem Sebstbestimmungsrecht der Völker,
der Völkerverständigung, den Menschenrechten und dem Humanismus.
Auf dieser Grundlage unterstützt er die Bewegungen in allen
Teilen Kurdistans, die diese Grundsätze achten und sich ebenfalls
für eine friedliche und politische Lösung der Kurdenfrage
einsetzen.
Die Aufrufe
und die Kampagnen, die KOMKAR zu diesem Zweck verfaßt bzw.
mitträgt, werden von zahlreichen Persönlichkeiten aller politischen
Lager mitgetragen.
Die Arbeit
schlägt sich so in etlichen Entschließungen und Anträgen des
Europaparlaments, aber auch des deutschen Bundestages sowie
der Länderparlamente nieder.
KOMKAR unterstützt
auch konkrete Projekte in Kurdistan. So haben wir im Jahre
88 gemeinsam mit medico international für Giftgasflüchtlinge
in der Türkei rund 250.000 DM, seit Frühjahr 91 für Irakisch-Kurdistan
mehrere Millionen DM und gemeinsam mit den Grünen 50.000 DM
für einen Radiosender in Iranisch-Kurdistan gesammelt.
Darüber hinaus
organisiert KOMKAR seit Jahren die Entsendung von internationalen
Beobachterdelegationen zu verschiedenen Anlässen nach Kurdistan
um einerseits ihnen die Möglichkeit zu geben, sich vor Ort
über die Zustände zu informieren, und andererseits durch ihre
Anwesenheit härteres Vorgehen des türkischen Staates und seiner
Militärs gegen die Zivilbevölkerung zu verhindern.
Außerdem unterstützt
KOMKAR aktiv die legalen pro-kurdischen Parteien, die in der
Türkei gegründet werden, weil diese für den Friedensprozeß
und die politische Lösung der Kurdenfrage unabdingbar sind.
So hat KOMKAR sich aktiv für die HEP (Arbeitspartei des Volkes),
DEP (Demokratie Partei), DDP (Partei für Demokratie und Erneuerung)
und ganz aktuell die DBP (Partei für Demokratie und Frieden)
eingesetzt. Diese Parteien wurden kurze Zeit nach ihrer Gründung
wegen Separatismusvorwürfen verboten. Die DBP ist die aktuell
existierende Partei.
Auch für pro-kurdische
Zeitungen setzt sich KOMKAR ein und macht immer wieder auf
die Verfolgung und Verhaftung der Mitarbeiter sowie die Verbote
dieser Zeitungen aufmerksam. Über die in der Türkei neu aufkeimenden
Friedensinitiativen informiert KOMKAR nicht nur, sondern lädt
deren Vertreter auch zu Veranstaltungen nach Deutschland ein,
um auch hier den Dialog zwischen Türken und Kurden zu fördern
und einen Beitrag zum Friedensprozeß in der Türkei zu leisten.
Zusammenarbeit
mit anderen Organisationen
Die Zusammenarbeit
mit anderen deutschen und nichtdeutschen Organisationen war
immer einer der Eckpfeiler der Politik von KOMKAR. Für die
Erfüllung seiner Aufgaben und das Erreichen seiner Ziele sucht
KOMKAR seit seiner Gründung die konkrete, konstruktive Zusammenarbeit
und den aktiven Dialog mit
* den Parteien
(CDU/CSU, SPD, FDP, Die Grünen sowie PDS),
* Ministerien
und Ausschüssen
* den Gewerkschaften
(DGB und Einzelgewerkschaften)
* kirchlichen
Einrichtungen (darunter evangelische und katholische Akademien
sowie der ökumenische Arbeitskreis für die Vorbereitung der
Interkulturellen Woche)
* Wohlfahrtsverbänden
(insbesondere DRK und DPWV)
* humanitäre
Organisationen
* Friedensinitiativen
* Migrantenorganisationen
* Persönlichkeiten
Mitgliedschaften
KOMKAR hält es nicht nur für wichtig, an bestimmten
Zusammenschlüssen, die ähnliche Ziele verfolgen, zu partizipieren,
sondern hat auch immer wieder Diskussionen zu aktuellen gesellschaftlichen
Themen und Konflikten angeregt, aus denen neue Zusammenschlüsse
entstanden sind.
So ist KOMKAR
Gründungsmitglied
* des Europäischen
Migrantenforums, in dem rund 160 europaweit relevante
Migrantenorganisationen von Drittstaatlern organisiert sind.
* der Bundesarbeitsgemeinschaft
der Immigrantenverbände in Deutschland e.V. (BAGIV), wo
eine intensive Kooperation zu Fragen der Migration mit relevanten
Migrantenorganisationen aus der EU und aus Drittstaaten stattfindet.
* des Antidiskriminierungsrates
NRW (ADR), in dem Organisationen, die sich aktiv gegen
jede Art von rassistischer Diskriminierung einsetzen.
Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit
Für seine zahlreichen Publikationen
ist KOMKAR bekannt. Der Büchervertrieb von KOMKAR wird nicht
nur von Einzelpersonen, sondern auch von verschiedensten Einrichtungen
gern genutzt.
Zu den Publikationen
gehören neben einer großen Auswahl an Literatur auch angesehene
historische, kulturelle und politische Untersuchungen. Zu
den aktuell erscheinenden Periodika gehören das türkisch-
und kurdischsprachige KOMKAR-Bülten sowie das deutschsprachige
Informationsbulletin Kurdistan. Für die deutsche und
europäische Öffentlichkeit ist das Informationsbulletin
Kurdistan, das Berichte, Analysen und Kommentare über
die vier Teile Kurdistans enthält sowie über Kurden in Europa
und insbesondere in Deutschland enthält, zu einer wichtigen
Informationsquelle geworden.
Neben dem Bücher-
und Kassettenvertrieb besitzt KOMKAR eine Präsenzbibliothek,
in der die wichtigsten Publikationen zum Thema "Kurdistan"
zu finden sind. Diese Bibliothek wird in der letzten Zeit
vermehrt auch Studenten und Journalisten genutzt.
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